Beim Einrichten der Service-Manager-Überwachung kommt es auf die Reihenfolge an: Library, Run As-Konto, Discovery, Wartezeit, Monitoring. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Service Manager ist für viele Unternehmen ein zentrales System – Ausfälle von Workflows, Connectors oder dem Data Warehouse bleiben aber oft lange unbemerkt. Das Management Pack für Operations Manager schafft Abhilfe. Damit es zuverlässig funktioniert, sollten Sie die Einrichtung in einer festen Reihenfolge durchführen.
Voraussetzungen
- Ein Dienstkonto mit Anmelderechten auf dem Service-Manager-Management-Server und dem Data-Warehouse-Server.
- Leserechte dieses Kontos auf die Datenbanken ServiceManager und DWStagingAndConfig.
- Installierte SCOM-Agenten auf dem Management Server und dem Data-Warehouse-Server.
- Das Management Pack für Ihre Service-Manager-Version – über den Management-Pack-Katalog in der Konsole oder als MSI aus dem Microsoft Download Center.
Die sechs Schritte
- Library-MP importieren: Zunächst ausschließlich
Microsoft.SystemCenter.ServiceManager.Libraryüber Administration › Management Packs › Import Management Packs einspielen. - Run As-Konto anlegen: Unter Administration › Run As Configuration › Accounts ein Windows-Konto erstellen, als Verteilungssicherheit More secure wählen und das Konto unter Distribution gezielt an den Management Server und den Data-Warehouse-Server verteilen. Anschließend das Konto dem Run As-Profil Service Manager Database Account zuordnen.
- Discovery-MP importieren:
Microsoft.SystemCenter.ServiceManager.Discoveryeinspielen. - Warten: Der Discovery Zeit geben, alle Rollen und Komponenten zu finden. Erfahrungsgemäß sind 24 Stunden ein guter Richtwert.
- Monitoring-MP importieren: Erst jetzt
Microsoft.SystemCenter.ServiceManager.Monitoringeinspielen. - Override-MP anlegen: Ein eigenes, nicht versiegeltes Management Pack, z. B. „Service Manager – Overrides“, für alle Anpassungen erstellen.
Warum die Reihenfolge wichtig ist
Wird das Monitoring-MP importiert, bevor die Discovery abgeschlossen ist und das Run As-Konto verteilt wurde, laufen die ersten Workflows ohne Berechtigungen ins Leere. Das Ergebnis sind Fehlalarme zu fehlenden Rechten oder nicht erreichbaren Datenbanken, die sich zwar von selbst erledigen, in der Einführungsphase aber unnötig Vertrauen kosten.
Tipp
Mit More secure wird das Konto nur an die Systeme verteilt, die es tatsächlich benötigen. Die Option Less secure verteilt die Anmeldeinformationen an alle Agenten – das sollten Sie grundsätzlich vermeiden.
Heute
Die Anleitung entstand für Service Manager 2012. Für aktuelle Versionen gibt es jeweils ein passendes Management Pack; Namen und Ablauf sind nahezu identisch. Lesen Sie vor dem Import den zugehörigen MP-Guide – dort stehen versionsspezifische Voraussetzungen und bekannte Probleme.