Service Requests, Self-Service-Portal, Release Management und Orchestrator-Anbindung: Mit Version 2012 wurde Service Manager vom Incident-Werkzeug zur ITSM-Plattform. Ein Überblick über die damaligen Neuerungen.
Auf dem Microsoft Management Summit 2011 in Las Vegas gab es den ersten Ausblick auf die nächste Version von Service Manager. Eine Überraschung vorweg: Die angekündigte Version „SCSM 2010 R2“ wurde gestrichen. Stattdessen erschien Service Manager als Teil der einheitlich nummerierten System Center 2012-Familie.
Neue Funktionen
- Service Requests – Anfragen wie „Neuer Mitarbeiter“, „Software bestellen“ oder „Zugriff auf Laufwerk“ werden als eigener Arbeitselementtyp neben Incidents geführt.
- Neues Self-Service-Portal – Anwender stellen Anfragen und verfolgen ihre Tickets selbst. Damals auf Basis von SharePoint 2010 und Silverlight.
- Release Management – Releases planen und mit Changes verknüpfen.
- Erweitertes Data Warehouse und Reporting – mit OLAP-Cubes für Auswertungen in Excel.
- Neue Connectors zu Orchestrator und Virtual Machine Manager – Grundlage für automatisierte Bereitstellung aus dem Self-Service heraus.
Verbesserte Funktionen
- SLAs für das Incident Management,
- über- und untergeordnete Arbeitselemente für Incidents, Changes und Problems,
- verbesserter AD-Connector,
- erweiterte PowerShell-Cmdlets,
- parallele Aktivitäten in Change- und Service-Request-Vorlagen,
- bessere Benachrichtigungen über den Exchange Connector,
- spürbar bessere Leistung.
Was davon geblieben ist
Service Requests, SLAs, Parent/Child-Beziehungen und die Anbindung an Orchestrator sind bis heute das Rückgrat vieler Service-Manager-Implementierungen. Das Self-Service-Portal wurde in späteren Versionen durch ein HTML5-Portal ersetzt – Silverlight und die SharePoint-Abhängigkeit sind Geschichte.
Heute
Service Manager wird weiterhin als Teil von System Center veröffentlicht (2019, 2022, 2025). Die damals eingeführten Konzepte gelten unverändert. Wer heute neu plant, sollte Service Manager zudem gegen cloudbasierte ITSM-Lösungen abwägen – insbesondere bei Integrationen mit Microsoft 365 und Intune.