Wo schreibt Data Protection Manager seine Logs hin, wie lesen Sie sie effizient – und wie aktivieren Sie bei Bedarf ausführlicheres Logging, ohne den Server auszubremsen?
Wenn eine Sicherung fehlschlägt, reicht die Fehlermeldung in der DPM-Konsole oft nicht aus. Dann helfen die Protokolldateien weiter. Data Protection Manager schreibt Logs an drei Stellen.
Wo die Logs liegen
| Log | Typischer Pfad (Standardinstallation) |
|---|---|
| Installationsprotokolle | C:\DPMLogs (bei DPM 2012 R2: %ProgramFiles%\Microsoft System Center 2012 R2\DPM\DPMLogs) |
| Aktivitätsprotokolle des DPM-Servers | %ProgramFiles%\Microsoft System Center\DPM\DPM\Temp bzw. bei älteren Versionen %ProgramFiles%\Microsoft DPM\DPM\Temp |
| Protokolle des Schutzagenten auf dem geschützten Server | %ProgramFiles%\Microsoft Data Protection Manager\DPM\Temp |
Die wichtigsten Dateien sind MSDPMCurr.errlog (DPM-Dienst) und DPMRACurr.errlog (Replikationsagent).
Logs effizient lesen
Alle DPM-Logs haben die Endung .errlog und sind tabulatorgetrennt. Damit lassen sie sich direkt in Excel importieren. Da DPM jeden Auftrag unter einer eigenen GUID führt, können Sie per Filter auf diese GUID einen einzelnen Auftrag von Anfang bis Ende verfolgen.
Alternativ mit PowerShell:
$log = 'C:\Program Files\Microsoft System Center\DPM\DPM\Temp\MSDPMCurr.errlog'
Select-String -Path $log -Pattern 'WARNING|ERROR' | Select-Object -Last 50
Logging anpassen
Das Protokollverhalten wird in der Registry unter HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Microsoft Data Protection Manager gesteuert:
| Wert | Typ | Bedeutung |
|---|---|---|
TraceLogLevel | DWORD | Protokolltiefe als Bitmaske |
TraceLogPath | REG_SZ | Ablageort der Logs (NTFS, mindestens 3 GB frei) |
TraceLogMaxSize | DWORD | Maximale Dateigröße (Standard: 5 MB) |
TraceLogMaxNum | DWORD | Anzahl aufbewahrter Logdateien |
Für TraceLogLevel stehen unter anderem diese Flags zur Verfügung: 0x2 (Fehler – Standard), 0x4 (Aktivitäten: Start, Abbruch, Ende), 0x20 (Leistung), 0x200/0x400 (schwere bzw. kritische Fehler). Mit dem Wert 0x43e wird das ausführliche (Verbose-)Logging aktiviert.
Achtung
Verbose-Logging kostet spürbar Leistung und füllt die Festplatte schnell. Aktivieren Sie es nur zur gezielten Fehlersuche, reproduzieren Sie den Fehler und setzen Sie den Wert danach sofort zurück. Änderungen werden erst nach einem Neustart der DPM-Dienste wirksam.
Heute
Die Logstruktur ist in DPM 2019, 2022 und 2025 sowie im Microsoft Azure Backup Server weitgehend gleich geblieben; die Installationspfade unterscheiden sich je nach Version. Prüfen Sie Registry-Änderungen immer zuerst in der Dokumentation Ihrer Version.