Welche Workloads, Betriebssysteme und Hypervisoren Data Protection Manager unterstützt, steht in der Support-Matrix von Microsoft. Wir zeigen, worauf Sie beim Lesen achten müssen.
Bevor eine neue Anwendung oder ein neues Betriebssystem in die Datensicherung aufgenommen wird, steht eine Frage im Raum: Kann unser DPM das überhaupt? Microsoft beantwortet sie mit der Protection Support Matrix – einer umfangreichen Tabelle, die mit jeder DPM-Version und vielen Update Rollups aktualisiert wird.
Aufbau der Matrix
Für jede Workload listet die Matrix mehrere Dimensionen auf:
| Spalte | Bedeutung |
|---|---|
| Workload | Was gesichert wird, z. B. Server, Clients, SQL Server, Exchange, SharePoint, VMM |
| Version | Unterstützte Versionen der Workload |
| DPM-Installation | Wo DPM laufen darf: physischer Server, Hyper-V-VM, VMware-VM, Azure-VM |
| DPM-Version | Ab welcher DPM-Version bzw. ab welchem Update Rollup die Kombination unterstützt wird |
| Protection & Recovery | Was genau geschützt und wiederhergestellt werden kann (Volume, Freigabe, Datei, System State, Bare Metal …) |
Die wichtigsten Einschränkungen, die man kennen sollte
Einige Regeln ziehen sich durch die gesamte Matrix und sorgen in der Praxis immer wieder für Überraschungen:
- Nur NTFS (bzw. ReFS, je nach Version): FAT- und FAT32-Volumes werden nicht unterstützt.
- Mindestgröße 1 GB: DPM nutzt den Volume Shadow Copy Service (VSS), und Snapshots funktionieren nur auf Volumes ab 1 GB.
- Update Rollups zählen: Viele Kombinationen – etwa der Schutz von Windows-VMs auf VMware – wurden erst mit einem bestimmten Update Rollup unterstützt. Ein DPM ohne aktuelle Updates kann deshalb weniger als in der Matrix angegeben.
- Deduplizierte Volumes: Um deduplizierte Volumes zu sichern, muss DPM selbst auf einer passenden Windows-Server-Version laufen.
- Linux und VMware: Linux-Systeme wurden zunächst nur als Hyper-V-Gast gesichert; für VMware gelten Einschränkungen bei den unterstützten vSphere-Versionen.
So nutzen Sie die Matrix im Projekt
- Inventar erstellen: Welche Workloads, Versionen und Hypervisoren sind im Einsatz?
- Mit der Matrix abgleichen: Für jede Kombination prüfen, ob Ihre DPM-Version inklusive Update Rollup sie unterstützt.
- Wiederherstellungsziele prüfen: Unterstützt heißt nicht automatisch, dass jede Wiederherstellungsart möglich ist – die Spalte Protection and Recovery ist entscheidend.
- Lücken dokumentieren und entweder durch ein Upgrade, ein Update Rollup oder eine alternative Sicherungsmethode schließen.
Heute
Die ursprüngliche Diskussion bezog sich auf DPM 2016 und 2012 R2, die beide keinen Support mehr erhalten. Für DPM 2019, 2022 und 2025 sowie den Microsoft Azure Backup Server (MABS) pflegt Microsoft eigene Matrizen in der Dokumentation unter Microsoft Learn („What can DPM back up?“). Die beschriebene Lesart gilt unverändert.