Ein DPM-Update ist schnell installiert – vergessene Schritte rächen sich aber später. Die bewährte Reihenfolge vom Datenbank-Backup bis zum Agenten-Update, inklusive Verteilung über WSUS.
Updates für Data Protection Manager – ob Update Rollup oder neue Version – folgen immer demselben Ablauf. Diese Kurzanleitung entstand ursprünglich zum Update auf DPM 1807 und gilt sinngemäß für jede DPM-Version.
1. DPM-Datenbank sichern
Vor jedem Update: Sicherung der DPM-Datenbank (DPMDB). Sicher ist sicher – ein fehlgeschlagenes Update ohne Datenbanksicherung kann alle Schutzgruppen- und Wiederherstellungspunktinformationen kosten.
DPMBackup.exe -db
Die Sicherung landet im Ordner ...\DPM\Volumes\ShadowCopy\Database Backups und sollte zusätzlich auf ein anderes System kopiert werden.
2. Wartungsfenster planen
Für das Update werden die DPM-Dienste beendet; laufende Sicherungen werden abgebrochen. Planen Sie ein Wartungsfenster ein – und nutzen Sie es gleich, um ausstehende Windows-Updates auf dem DPM-Server zu installieren.
3. Update beziehen und installieren
Drei Wege stehen zur Verfügung:
| Weg | Hinweis |
|---|---|
| Microsoft Update-Katalog | Manuell herunterladen und auf dem DPM-Server ausführen |
| Windows Update | Erfordert die Option „Updates für andere Microsoft-Produkte“ |
| WSUS / Configuration Manager | Die Produktkategorie System Center Data Protection Manager muss in der Synchronisation aktiviert sein |
4. Agenten aktualisieren
Nach dem Server-Update müssen die Schutzagenten auf den geschützten Systemen aktualisiert werden:
- In der DPM-Konsole unter Verwaltung › Agenten die Agenten mit Status „Update verfügbar“ markieren und aktualisieren.
- Agenten auf Servern ohne Domänenvertrauen manuell aktualisieren (siehe unser Beitrag zu DPM-Agenten in Arbeitsgruppen).
Ältere Agenten funktionieren zwar oft weiter, weil der Server abwärtskompatibel ist – für volle Kompatibilität, Fehlerbehebungen auf Agentenseite und alle neuen Funktionen sollten sie aber immer aktualisiert werden.
5. Nachkontrolle
- Versionsnummer des DPM-Servers in der Konsole prüfen.
- Ausstehende Aufträge und Warnungen kontrollieren; ggf. Konsistenzprüfungen starten.
- Am Folgetag prüfen, ob alle nächtlichen Sicherungen erfolgreich waren.
Heute
Der Ablauf gilt für DPM 2019, 2022 und 2025 sowie für Microsoft Azure Backup Server. Bei Remote-SQL-Instanzen für die DPM-Datenbank prüfen Sie zusätzlich, ob das Update auch SQL-seitige Komponenten mitbringt.