Mit Data Protection Manager 2016 kamen ReFS-basierter Sicherungsspeicher, schnellere Hyper-V-Sicherungen und VMware-Unterstützung. Ein Überblick über die Neuerungen, die bis heute die Basis bilden.
Als 2015 die ersten Informationen zu System Center 2016 bekannt wurden, war eine Neuerung für viele Kunden besonders wichtig: Data Protection Manager sollte endlich VMware-VMs sichern können. Bis dahin war DPM eine reine Microsoft-Lösung für Hyper-V, SQL Server, Exchange, SharePoint und Dateiserver. Ende 2016 erschien DPM 2016 – mit einigen Änderungen, die weit über VMware hinausgingen.
Die wichtigsten Neuerungen
Modern Backup Storage (MBS) Statt eines Speicherpools mit festen Replikat- und Wiederherstellungspunktvolumes pro Datenquelle nutzt DPM einen gemeinsamen Speicher auf Basis von ReFS-Volumes mit Block-Cloning. Ergebnis laut Microsoft: deutlich weniger Speicherbedarf und schnellere Sicherungen. Zudem lässt sich steuern, welche Workloads auf welchen Volumes landen.
Resilient Change Tracking (RCT) für Hyper-V Hyper-V verfolgt Änderungen an virtuellen Festplatten selbst. DPM muss bei Problemen nicht mehr aufwendig Konsistenzprüfungen über ganze VMs durchführen.
VMware-Unterstützung Agentenlose Sicherung von VMware-VMs über vCenter bzw. ESXi – eingeführt bereits mit einem späten Update Rollup für DPM 2012 R2 und in DPM 2016 weiterentwickelt.
Weitere Neuerungen Schutz von Shielded VMs, Unterstützung für Storage Spaces Direct und Clusterumgebungen im gemischten Betriebsmodus während eines Cluster-Upgrades.
Was Sie heute beachten sollten
- MBS ist Standard: Neue DPM-Installationen sollten ausschließlich Modern Backup Storage nutzen. Planen Sie ausreichend Arbeitsspeicher für ReFS ein.
- VMware-Kompatibilität: Jede DPM-Version unterstützt nur bestimmte vSphere-Versionen – prüfen Sie die Matrix vor jedem vSphere-Upgrade.
- Cloud-Anbindung: Über den Azure-Recovery-Services-Agent können Sicherungen zusätzlich nach Azure ausgelagert werden – ein zweiter Standort ohne eigene Bandbibliothek.
Heute
DPM 2016 hat das Ende des Supports erreicht. Modern Backup Storage, RCT und die VMware-Unterstützung sind aber das Fundament von DPM 2019, 2022 und 2025 sowie von Microsoft Azure Backup Server.