Hyper-V-Timeouts, hängende Konsolen, fehlerhafte Berichte und Updates, die an TLS 1.2 scheiterten: Was DPM 1807 behob – und warum Microsoft danach zum Long-Term-Modell zurückkehrte.
Im Juli 2018 erschien System Center Data Protection Manager 1807 – eine Version aus dem damaligen Semi-Annual Channel, in dem System Center halbjährlich neue Funktionen und Korrekturen erhalten sollte. Die Liste der behobenen Fehler zeigt, wo DPM-Administratoren damals der Schuh drückte.
Die wichtigsten Korrekturen
- Berichte: DPM-Berichte enthielten keine Client- bzw. Laptop-Wiederherstellungspunkte.
- Hyper-V: Sicherungen schlugen wegen Zeitüberschreitungen auf dem Hyper-V-Host fehl.
- Sekundärschutz: Aufträge auf dem primären DPM-Server scheiterten, wenn der sekundäre Server fortlaufend Wiederherstellungspunkte erstellte.
- Konsole: Abstürze bei lange laufenden nächtlichen Bereinigungsaufträgen; Hänger beim Start, wenn es sehr viele Wiederherstellungspunkte gab.
- Schutzgruppen: Unnötige Warnungen zu überschrittenen Datenmengen beim Schutz kleiner Hyper-V-VMs.
- Konsistenzprüfung: Übertragung größerer Datenmengen, als die VM-Dateien tatsächlich groß waren.
- TLS 1.2: DPM-Updates schlugen fehl, wenn TLS 1.2 erzwungen war.
Das Ende des Semi-Annual Channel
Der Semi-Annual Channel für System Center wurde nach den Versionen 1801 und 1807 wieder eingestellt. Mit System Center 2019 kehrte Microsoft zum Long-Term-Servicing-Modell zurück: Hauptversionen mit langen Supportzeiträumen, ergänzt um Update Rollups. Die Funktionen und Korrekturen aus 1801 und 1807 flossen in DPM 2019 ein.
Was man mitnehmen kann
- Hyper-V-Timeouts und Konsolenhänger bei vielen Wiederherstellungspunkten sind typische Skalierungsthemen – Aufbewahrungsdauern und Anzahl der Wiederherstellungspunkte sollten bewusst geplant werden.
- TLS 1.2 muss in Sicherheitsprojekten früh mitgedacht werden, auch für Infrastrukturprodukte und deren Updateprozesse.
Heute
DPM 1807 wird nicht mehr unterstützt. Aktuelle Versionen sind DPM 2022 und 2025 mit regelmäßigen Update Rollups.