18 Monate Support pro Windows-10-Version überraschten 2018 viele Unternehmen. Wie die Lebenszyklen heute aussehen und was das für die Planung von Feature-Updates bedeutet.
Anfang 2018 haben wir in der Community auf eine Tatsache hingewiesen, die viele Unternehmen unterschätzt hatten: Jede Funktionsversion von Windows 10 im Semi-Annual Channel wurde nur 18 Monate unterstützt. Für Enterprise- und Education-Editionen gab Microsoft damals sechs Monate zusätzlich. Für die Versionen 1511 bis 1709 bedeutete das Supportenden zwischen Oktober 2017 und April 2019 – wer nicht rechtzeitig aktualisierte, hatte Clients ohne Sicherheitsupdates.
Die Konsequenz damals
- Version 1511 musste längst abgelöst sein.
- Version 1607 musste bis April 2018 ersetzt werden – etwa per In-Place-Upgrade.
- Idealerweise war bereits die nächste Version (1709) im Test oder Rollout.
Daneben gab es den Long-Term Servicing Channel (LTSC/LTSB) mit langer Supportdauer, aber ohne Microsoft Store, ohne Edge in der damaligen Form und mit eingeschränktem Funktionsumfang. Microsofts Faustregel: Ein Büro-PC mit Office ist kein LTSC-Kandidat.
Wie es heute aussieht
| Windows 11 Home/Pro | Windows 11 Enterprise/Education | Windows LTSC | |
|---|---|---|---|
| Feature-Updates | jährlich | jährlich | keine (neue LTSC-Version alle 2–3 Jahre) |
| Support pro Version | 24 Monate | 36 Monate | 5 Jahre (IoT-Varianten länger) |
Windows 10 hat im Oktober 2025 das Ende des regulären Supports erreicht; Sicherheitsupdates gibt es nur noch über das kostenpflichtige Programm für erweiterte Sicherheitsupdates (ESU).
Empfehlungen für die Planung
- Lebenszyklus-Kalender führen: Für jede eingesetzte Windows-Version das Supportende dokumentieren.
- Jährlichen Rhythmus etablieren: Pilotgruppe im ersten Quartal nach Erscheinen, breiter Rollout danach – mit Puffer vor dem Supportende.
- In-Place-Upgrades bevorzugen: Feature-Updates über Windows Update for Business, Intune oder Configuration Manager statt Neuinstallation.
- LTSC nur für Spezialsysteme: Kassen, Produktionssteuerungen, medizinische Geräte – nicht für Standardarbeitsplätze.
Heute
Die konkreten Fristen ändern sich mit jeder Windows-Generation. Die aktuellen Daten finden Sie auf den Lifecycle-Seiten von Microsoft und im Windows-Release-Health-Dashboard.