Bevor ein Feature-Update oder In-Place-Upgrade ausgerollt wird, lohnt der Kompatibilitätstest. Das Windows-Setup bringt einen Prüfmodus mit, der sich auch per Configuration Manager verteilen lässt.
Vor einer Migration oder einem In-Place-Upgrade möchte man wissen: Welche im Unternehmen eingesetzte Software verursacht Probleme? Das Windows-Setup beantwortet diese Frage selbst – ohne tatsächlich etwas zu installieren.
Der Prüfmodus
setup.exe /Auto Upgrade /Quiet /NoReboot /DynamicUpdate Disable /Compat ScanOnly
Mit /DynamicUpdate Enable lädt das Setup zusätzlich die aktuellen Kompatibilitätsinformationen von Microsoft herunter – empfehlenswert, sofern die Clients Internetzugang haben.
Die Rückgabewerte
| Code | Bedeutung |
|---|---|
0xC1900210 | Keine Kompatibilitätsprobleme gefunden |
0xC1900208 | Inkompatible Anwendung gefunden |
0xC1900200 | Das System erfüllt die Mindestanforderungen nicht |
0xC190020E | Nicht genügend freier Speicherplatz |
Details zu den gefundenen Problemen stehen in den Protokollen setupact.log und setuperr.log unter C:\$WINDOWS.~BT\Sources\Panther. Besonders aufschlussreich sind die Dateien CompatData_*.xml im selben Verzeichnis.
Im großen Stil mit Configuration Manager
- Paket erstellen mit dem Inhalt des Installationsmediums und der Kommandozeile oben.
- Nicht lokal herunterladen: Wegen der Größe des Mediums sollte das Programm vom Verteilungspunkt ausgeführt werden, statt den Inhalt zuerst auf den Client zu kopieren.
- Stichprobe verteilen: An eine repräsentative Gerätesammlung, idealerweise je Abteilung bzw. Softwareausstattung.
- Ergebnis auswerten: Den Rückgabewert über den Bereitstellungsstatus auswerten – dafür die genannten Codes in den Programmeigenschaften als erwartete Rückgabewerte hinterlegen oder per Skript in einen Registry-Wert schreiben und inventarisieren.
Alternativ bauen Sie einige Referenzclients mit der kompletten Unternehmenssoftware auf und prüfen diese gezielt.
Heute
Der Prüfmodus funktioniert unverändert für Windows 11 und für Feature-Updates von Windows 11. Die damals erwähnten Cloud-Dienste Upgrade Analytics bzw. Desktop Analytics wurden eingestellt; heute liefern Intune und die Windows-Update-for-Business-Berichte Bereitschafts- und Kompatibilitätsberichte für Feature-Updates. Der lokale Scan bleibt dennoch wertvoll – besonders für Geräte ohne Cloud-Anbindung.