Mit Version 1807 erhielt VMM Unterstützung für ESXi 6.5, flexible Ablage virtueller Festplatten, LLDP und S2D-Updates per Baseline. Was die Semi-Annual-Version brachte und was davon heute zählt.
Im Sommer 2018 erschien Virtual Machine Manager 1807 – eine Version aus dem damaligen Semi-Annual Channel von System Center, der halbjährlich neue Funktionen liefern sollte. Die Neuerungen im Überblick:
Die Neuerungen
- VMware ESXi 6.5: VMM konnte nun auch ESXi-6.5-Hosts verwalten.
- Flexible Ablage virtueller Festplatten: Zusätzliche virtuelle Festplatten einer VM ließen sich erstmals auf einem anderen Pfad oder einem anderen Cluster Shared Volume ablegen als die Systemfestplatte – wichtig für die Aufteilung nach Leistungsklassen.
- LLDP-Unterstützung: Über das Link Layer Discovery Protocol zeigt VMM an, mit welchem physischen Switch-Port eine Netzwerkkarte verbunden ist (ab Windows Server 2016).
- Switch-Konvertierung in der Konsole: Ein Switch Embedded Teaming (SET)-Switch lässt sich direkt in der Konsole in einen logischen Switch umwandeln – vorher war dafür ein PowerShell-Skript nötig.
- Updates für Storage Spaces Direct: S2D-Hosts und -Cluster können anhand einer Baseline aktualisiert werden.
Was aus dem Semi-Annual Channel wurde
Microsoft hat den Semi-Annual Channel für System Center wieder eingestellt. Die Funktionen der Versionen 1801 und 1807 flossen in VMM 2019 ein, das wieder dem Long-Term-Servicing-Modell folgt und über Update Rollups gepflegt wird.
Praxistipps
- LLDP nutzen: Gerade bei der Fehlersuche in Hyper-V-Clustern spart die Zuordnung Netzwerkkarte ↔ Switch-Port viel Zeit.
- Logische Switches: Wer Hosts noch mit Standard-Switches betreibt, sollte die Umstellung auf logische Switches prüfen – sie sind die Grundlage für konsistente Netzwerkkonfiguration über alle Hosts.
- VMware-Kompatibilität: VMM unterstützt jeweils nur bestimmte vSphere-Versionen; prüfen Sie diese vor jedem vSphere-Upgrade.
Heute
Die Funktionen sind in VMM 2019, 2022 und 2025 verfügbar. Für Hyperkonvergenz mit Azure-Anbindung kommt heute zusätzlich Azure Local in Frage, das primär über das Azure-Portal und Windows Admin Center verwaltet wird.