Orchestrator wird erst mit Integration Packs richtig mächtig – für System Center, Active Directory, Exchange, REST und mehr. Welche Pakete es gibt und wie Sie mit dem Toolkit eigene Aktivitäten bauen.
System Center Orchestrator bringt von Haus aus Standardaktivitäten mit – Dateien, Ereignisprotokolle, Skripte, E-Mails. Seine eigentliche Stärke entfaltet er aber erst mit Integration Packs (IPs), die zusätzliche Aktivitäten für andere Systeme bereitstellen. Zur Version 2012 R2 hat Microsoft ein umfangreiches Paket veröffentlicht, das wir damals vorgestellt haben.
Integration Packs für System Center
Mit diesen IPs steuern Runbooks die anderen System-Center-Produkte:
- Virtual Machine Manager – VMs erstellen, starten, stoppen, Prüfpunkte anlegen.
- Operations Manager – Alarme lesen und aktualisieren, Wartungsmodus setzen.
- Data Protection Manager – Sicherungen auslösen, Wiederherstellungen starten.
- Service Manager – Arbeitselemente anlegen und aktualisieren; Grundlage für Self-Service-Automatisierung.
- Configuration Manager – Sammlungen pflegen, Bereitstellungen auslösen.
Weitere Integration Packs
- REST – beliebige Web-APIs ansprechen,
- Active Directory – Benutzer, Gruppen und Computer verwalten,
- Exchange Admin und Exchange User – Postfächer verwalten, E-Mails lesen und senden,
- FTP, SharePoint und Azure.
Eigene Aktivitäten mit dem Integration Toolkit
Fehlt eine Integration, hilft das Orchestrator Integration Toolkit: Ein assistentengestütztes Werkzeug erstellt aus Kommandozeilen, PowerShell oder .NET-Assemblies eigene Aktivitäten und packt sie in ein Integration Pack. So lassen sich wiederkehrende Skripte als saubere, wiederverwendbare Bausteine mit definierten Ein- und Ausgaben bereitstellen.
Praxistipps
- Versionen passend wählen: Integration Packs müssen zur Orchestrator-Version und zur Version des Zielprodukts passen.
- Konsole für die Zielprodukte: Viele IPs benötigen die Verwaltungskonsole bzw. das PowerShell-Modul des Zielprodukts auf dem Runbook Server und dem Designer.
- Wenige, aber gute Runbooks: Lieber modulare Runbooks, die sich gegenseitig aufrufen, als riesige Ablaufdiagramme.
Heute
Orchestrator wird weiterhin als Teil von System Center veröffentlicht (2019, 2022, 2025), inklusive aktualisierter Integration Packs. Für viele neue Automatisierungsszenarien – insbesondere mit Cloud-Bezug – sind daneben Azure Automation, PowerShell-basierte Lösungen oder Logic Apps eine Alternative.