Management Server, Konsolen, SQL-Skripte, Management Packs, Agenten – bei einem SCOM-Update-Rollup kommt es auf die Reihenfolge an. Die bewährte Abfolge am Beispiel von SCOM 2016 UR2.
Update Rollups (UR) für Operations Manager beheben regelmäßig Dutzende Fehler – am Beispiel des Update Rollup 2 für SCOM 2016 unter anderem:
- fehlende Datenübertragung bei der UNIX-Prozessüberwachungsvorlage,
- verschwundene Gruppen nach dem Hinzufügen zu einer verteilten Anwendung,
- Abhängigkeitsmonitore, die den Wartungsmodus ignorierten,
- Objekte, die durch eine fehlerhafte Override-Berechnung unbemerkt nicht mehr überwacht wurden (Ereignis 1215),
- nicht erfasste OU-Eigenschaften von Windows-Computern,
- Agenten, die bei nicht erreichbarem Active Directory die AD-Integration dauerhaft einstellten.
Gerade der vorletzte Punkt zeigt: Update Rollups sind kein „nice to have“. Damit die Installation reibungslos klappt, empfiehlt Microsoft eine feste Reihenfolge.
Die empfohlene Reihenfolge
- Infrastruktur aktualisieren – in dieser Reihenfolge: alle Management Server, Webkonsolen-Server, Gateway-Server, Computer mit Betriebskonsole.
- SQL-Skripte ausführen – die im Update enthaltenen Skripte für die Betriebsdatenbank und das Data Warehouse.
- Management Packs importieren, die mit dem Update ausgeliefert werden.
- Agenten aktualisieren – per Konsole unter Pending Management oder bei manuell installierten Agenten über die Softwareverteilung.
- UNIX/Linux-Management-Packs und -Agenten aktualisieren.
Achtung
Die SQL-Skripte und Management Packs werden nicht automatisch angewendet. Wer sie vergisst, hat ein halb installiertes Update – die Fehler in der Datenbank bleiben bestehen, obwohl die Binärdateien aktuell sind.
Bewährte Praxis
- Erst testen: Update Rollups zunächst in einer Testverwaltungsgruppe installieren.
- Erfahrungsberichte abwarten: Erfahrene Community-Autoren veröffentlichen zu jedem UR meist innerhalb weniger Tage detaillierte Installationsanleitungen und bekannte Probleme.
- Version prüfen: Nach der Installation die Versionsnummern von Management Servern, Konsolen und Agenten kontrollieren.
- Backup der Datenbanken vor dem Ausführen der SQL-Skripte.
Heute
Die Reihenfolge gilt unverändert für Update Rollups von Operations Manager 2019, 2022 und 2025. Bei neueren Versionen sind einige Schritte (etwa SQL-Skripte) teilweise automatisiert – lesen Sie dennoch immer die Installationsanweisungen des jeweiligen KB-Artikels.