Service Pack oder kumulatives Update für den SQL Server, auf dem die SCOM-Datenbanken liegen? Mit dieser Checkliste vermeiden Sie böse Überraschungen.
Die Frage aus der Community war knapp: Gibt es Erfahrungen mit dem Update der Datenbankserver einer SCOM-2007-R2-Umgebung auf SQL Server 2008 SP2 – worauf muss man achten? Die Antwort damals verwies auf die Kompatibilitätsinformationen des kumulativen Updates und auf Erfahrungsberichte. Die eigentlichen Prüfpunkte sind seitdem gleich geblieben.
Checkliste für SQL-Updates unter SCOM
1. Unterstützung prüfen Wird die Ziel-SQL-Version bzw. das Ziel-Service-Pack von Ihrer SCOM-Version unterstützt? Die unterstützten SQL-Versionen stehen in den Systemanforderungen der jeweiligen SCOM-Version – teilweise erst ab einem bestimmten Update Rollup.
2. Reihenfolge klären Manchmal muss zuerst SCOM aktualisiert werden (Update Rollup), damit eine neuere SQL-Version unterstützt wird. Umgekehrt kann ein SCOM-Upgrade eine neuere SQL-Version voraussetzen.
3. Alle Komponenten betrachten Betroffen sind nicht nur die Betriebsdatenbank und das Data Warehouse, sondern auch SQL Server Reporting Services für die SCOM-Berichte. SSRS hat eigene Kompatibilitätsanforderungen.
4. Sichern Vollständige Sicherung beider Datenbanken und der Reporting-Services-Verschlüsselungsschlüssel vor dem Update.
5. Wartungsfenster und Wartungsmodus Während des SQL-Updates sind die Datenbanken kurzzeitig nicht erreichbar. Management Server puffern Daten für eine gewisse Zeit; planen Sie trotzdem ein Wartungsfenster ein und informieren Sie den Betrieb.
6. Nach dem Update prüfen
- Ereignisprotokolle der Management Server auf Datenbankfehler (z. B. 31552, 29181),
- Konsole und Webkonsole,
- Berichte in SSRS,
- Funktion von Grooming und Aggregationen am Folgetag.
Tipp
Halten Sie eine kleine Testverwaltungsgruppe mit derselben SQL-Version wie die Produktion bereit. Dort lässt sich jedes SQL-Update risikolos vorab ausprobieren.
Heute
Die Checkliste gilt unverändert für Operations Manager 2019, 2022 und 2025. Besonders bei größeren Versionssprüngen von SQL Server lohnt sich ein Blick in die Supportmatrix – nicht jede SQL-Version wird von jeder SCOM-Version unterstützt.