Das Team soll auf einem großen Bildschirm sehen, welche Server Probleme haben. Diagrammansichten stoßen schnell an Grenzen – eigene Dashboards mit Alarm- und Zustandswidgets sind die bessere Lösung.
Ein häufiger Wunsch: Der Zustand der eigenen Server soll für das ganze Team auf einem Wandbildschirm sichtbar sein. Der erste Versuch aus der Community – eine Diagrammansicht mit allen Windows-Servern des Teams, gruppiert und mit eigener Vorlage – funktionierte nur bedingt: Beim Filtern auf fehlerhafte Objekte wurden nicht alle betroffenen Server angezeigt.
Die Lösungsansätze
Ein erfahrenes Community-Mitglied fasste die Möglichkeiten zusammen:
- Zugekaufte Visualisierungswerkzeuge – mächtig, aber die Umgebung muss meist von Hand modelliert werden.
- Visio-Diagramme mit Live-Status.
- Bordmittel: eine verteilte Anwendung, die den Status zusammenführt.
- Ein eigenes Dashboard – der favorisierte Weg.
Das „Ist etwas rot?“-Dashboard
Das Prinzip ist einfach und wirkungsvoll: Das Dashboard zeigt nur, was nicht in Ordnung ist. Ist es leer, ist alles gut.
Ein bewährter Aufbau mit zwei Bereichen:
| Bereich | Widget | Inhalt |
|---|---|---|
| Oben | State Widget | Alle Server der Teamgruppe, gefiltert auf Warnung und Kritisch |
| Unten | Alert Widget | Offene Alarme der Teamgruppe, Schweregrad Kritisch, sortiert nach Zeit |
So legen Sie es an:
- Gruppe mit allen Servern des Teams erstellen (dynamisch, etwa nach Namenskonvention oder OU).
- In Monitoring einen eigenen Ordner und darin ein neues Dashboard mit dem Layout Grid und zwei Zellen anlegen.
- Die Widgets hinzufügen und auf die Gruppe einschränken.
- Das Dashboard in der Webkonsole öffnen und im Vollbildmodus auf dem Teamdisplay anzeigen.
Tipp
Für ein Teamdisplay eignet sich ein eigenes Benutzerkonto mit der Rolle Read-Only Operator, beschränkt auf die Teamgruppe. So kann über den Wandbildschirm niemand versehentlich Alarme schließen.
Mehr Möglichkeiten
- Verteilte Anwendungen zeigen den Zustand ganzer Services statt einzelner Server.
- Power BI auf Basis des Data Warehouse eignet sich für Management-Dashboards mit Trends.
- Drittanbieter-Dashboards bieten Kacheln, Karten und Diagramme mit deutlich mehr Gestaltungsspielraum.
Heute
Seit Operations Manager 2019 ist die Webkonsole HTML5-basiert und bietet eigene, flexible Dashboards mit Widgets für Zustand, Alarme, Leistung und benutzerdefinierte Abfragen – ideal für Teamdisplays ohne installierte Konsole.