2013 veröffentlichte Microsoft eine Vorschau auf die Überwachung von Java-Anwendungen in Tomcat. Im Test funktionierte sie – aber nur mit Standardinstallationen. Was das über APM-Projekte lehrt.
Im August 2013 stellte Microsoft eine Vorschau für Java Application Performance Monitoring (Java APM) in Operations Manager bereit. Das Paket enthielt eine APM-Bibliothek und Management Packs für Apache Tomcat 5.5, 6.0 und 7.0, unterstützt wurden Oracle Java 5, 6 und 7 auf Windows sowie mehreren Linux-Distributionen (Red Hat, Oracle Linux, CentOS, Ubuntu).
Der Praxistest
Ein Community-Mitglied hat das Management Pack direkt ausprobiert:
- Standard-Tomcat auf Windows: Alles funktionierte einwandfrei.
- Tomcat-Installationen von Softwareherstellern: Im eigenen Haus liefen Tomcat-Server überwiegend in angepassten Varianten, die mit Fachanwendungen ausgeliefert wurden. Dort funktionierte das Management Pack nicht.
Was APM-Projekte daraus lernen können
- Mit der realen Umgebung testen: Herstellerlösungen werden mit Standardinstallationen entwickelt. Eingebettete oder angepasste Anwendungsserver weichen oft in Pfaden, Startskripten oder Versionen ab.
- Inventur vor Auswahl: Welche Anwendungsserver in welchen Varianten sind tatsächlich im Einsatz?
- Vorschauversionen sind Vorschauversionen: Sie zeigen die Richtung, sind aber nicht für die Produktion gedacht.
- Plattformwahl bewusst treffen: Anwendungsüberwachung braucht tiefe Integration in die Laufzeitumgebung – spezialisierte APM-Werkzeuge sind darauf ausgelegt, viele Varianten zu unterstützen.
Heute
Die Java-APM-Funktion wurde nicht als dauerhaftes Produkt weitergeführt. Für die Überwachung von Java-Anwendungen empfiehlt Microsoft heute Application Insights mit dem Java-Agenten, der auch Tomcat und viele weitere Laufzeitumgebungen unterstützt.