Schon bei der Beta 2 von Configuration Manager 2012 galt: Der Standortserver braucht Internet für Setup-Downloads, und zwischen CAS und Primärstandort müssen SQL-Ports offen sein. Was davon bis heute gilt.
Im März 2011 erschien die Beta 2 von Configuration Manager 2012 – die erste Version mit der neuen Hierarchie aus zentralem Verwaltungsstandort (CAS) und Primärstandorten auf Basis von SQL-Replikation. Die Hinweise aus den damaligen Release Notes sind in Teilen bis heute relevant.
Vorabversionen ernst nehmen
Die Beta 2 hatte eng definierte Voraussetzungen – etwa eine ganz bestimmte SQL-Server-Version mit festgelegten kumulativen Updates. Wer Vorabversionen testet, sollte immer zuerst das Dokument zu den unterstützten Konfigurationen und die Release Notes lesen. Viele „Fehler“ in Testumgebungen sind schlicht nicht unterstützte Kombinationen.
Setup-Downloads offline bereitstellen
Das ConfigMgr-Setup lädt während der Installation zusätzliche Komponenten herunter (Voraussetzungen, Sprachpakete, aktualisierte Setup-Dateien). Hat der Standortserver keinen Internetzugang, laden Sie diese vorab auf einem anderen Rechner:
SMSSETUP\BIN\X64\setupdl.exe C:\ConfigMgrDownloads
Den Ordner kopieren Sie anschließend auf den Standortserver und geben ihn im Setup als Quelle für die Downloads an.
SQL-Ports zwischen den Standorten
Seit ConfigMgr 2012 replizieren Standorte Daten über SQL-Replikation (Database Replication). Zwischen CAS, Primär- und Sekundärstandorten müssen deshalb freigegeben sein:
| Port | Zweck |
|---|---|
| TCP 1433 | SQL Server (Standardinstanz) |
| TCP 4022 | SQL Server Service Broker |
Bei benannten Instanzen oder geänderten Ports entsprechend anpassen. Das Abschalten der Windows-Firewall – damals in den Release Notes noch als Alternative genannt – ist heute keine Option mehr.
Weitere Hinweise von damals
- Für ältere Clients waren zusätzliche Updates (z. B. Windows Remote Management) nötig, damit die Client-Reparatur nicht in einer Schleife lief.
- Für die Clientinstallation über den Softwareupdatepunkt musste ein WSUS-Update installiert werden.
- Einzelne Funktionen wie Network Access Protection waren in der Beta nicht enthalten.
Heute
setupdl.exe und die Ports 1433/4022 gelten unverändert für Configuration Manager Current Branch. Wer neue Funktionen vorab ausprobieren möchte, nutzt heute den Technical Preview Branch – eine separate Testversion, die monatlich aktualisiert wird und ausschließlich für Labore gedacht ist. Viele Unternehmen verzichten heute zudem auf einen CAS und arbeiten mit einem einzelnen Primärstandort.