2016 brachte Microsoft eine ConfigMgr-Version mit zehn Jahren Support und ohne laufende Updates. Wann LTSB eine Option war und welche Funktionen man dafür aufgeben musste.
Mit Configuration Manager Current Branch hat Microsoft 2015 das Modell umgestellt: Statt großer Versionen alle paar Jahre erscheinen mehrmals jährlich Updates, die direkt in der Konsole installiert werden. Dieses Modell setzt jedoch eine aktive Software Assurance bzw. ein aktives Abonnement voraus. Was aber, wenn ein Unternehmen das Abonnement beendet?
Die Lösung von 2016: LTSB 1606
Bis dahin blieb in diesem Fall nur der Rückgriff auf die Version, für die eine unbefristete Lizenz bestand – meist System Center 2012 R2 Configuration Manager. Mit Version 1606 veröffentlichte Microsoft zusätzlich einen Long-Term Servicing Branch (LTSB): eine stabile Version mit Sicherheitsupdates, aber ohne neue Funktionen.
Was man mit LTSB aufgab
- Unterstützung für die halbjährlichen Windows-10-Feature-Updates (damals Current Branch und Current Branch for Business),
- Unterstützung künftiger Windows-10-LTSB- und Windows-Server-Versionen,
- Windows-10-Servicing-Dashboard und Wartungspläne,
- die Anbindung eines Microsoft-Intune-Abonnements (Hybrid-MDM),
- Asset Intelligence,
- cloudbasierte Verteilungspunkte,
- den Exchange-Online-Connector,
- alle Vorabfunktionen (Pre-release Features) der Current Branch.
Für wen das sinnvoll war
LTSB war ein Sonderfall für Umgebungen, in denen sich die verwalteten Systeme kaum ändern – etwa Produktionsanlagen, Kassensysteme oder medizinische Geräte mit Windows LTSC. Für normale Arbeitsplätze mit regelmäßigen Windows-Feature-Updates war LTSB keine Option, weil neue Windows-Versionen schlicht nicht unterstützt wurden.
Heute
Der LTSB blieb eine einmalige Version auf Basis von 1606. Configuration Manager wird heute ausschließlich als Current Branch weiterentwickelt, und viele Funktionen wandern zusätzlich in die Cloud (Co-Management mit Intune, Tenant Attach, Cloud Management Gateway). Wer ConfigMgr betreibt, sollte die Supportzeiträume der jeweiligen Current-Branch-Version im Blick behalten – jede Version wird nur etwa 18 Monate unterstützt.