Netzwerkerkennung auf Basis von EMC Smarts, Java-Anwendungsüberwachung, Überwachung aus der Cloud – und der meistgewünschte, aber fehlende Wartungsplaner. Ein Blick auf die Erwartungen von 2011.
Im Frühjahr 2011 stellte Microsoft die Highlights von Operations Manager 2012 vor. Wir haben sie damals in der Community diskutiert – und es ist spannend, welche Erwartungen sich erfüllt haben.
Die angekündigten Highlights
- Netzwerküberwachung auf Basis lizenzierter Technologie von EMC Smarts: automatische Erkennung von Netzwerkgeräten, Verbindungen und Abhängigkeiten.
- Verbesserter Discovery-Assistent für Netzwerk und Server.
- Ressourcenpools statt Root Management Server für mehr Verfügbarkeit.
- Java-Anwendungsüberwachung für J2EE, WebSphere, WebLogic, JBoss und Tomcat.
- Outside-In-Monitoring: Überwachungsknoten (Watcher Nodes) im Microsoft-Netz prüfen die Erreichbarkeit von Webanwendungen aus Sicht der Benutzer.
Die kritischen Stimmen von damals
Ein Community-Mitglied, das die Vorstellung auf einem Systemmanagement-Gipfel gesehen hatte, lobte die Netzwerküberwachung ausdrücklich, merkte aber zwei Punkte an:
- Die Java-Überwachung war nur für Java-Anwendungen auf Windows-Servern vorgesehen – in der Praxis laufen J2EE-Anwendungen aber überwiegend auf Linux und UNIX.
- Das auf der Feedback-Seite meistgewünschte Feature – wiederkehrende Wartungsfenster – fehlte in SCOM 2012.
Was daraus wurde
| Damals angekündigt | Heute |
|---|---|
| Netzwerküberwachung | Fester Bestandteil von SCOM bis heute |
| Ressourcenpools | Grundlage der Architektur |
| Java-Anwendungsüberwachung | Wurde nicht weiterverfolgt; Anwendungsüberwachung erfolgt heute meist mit Application Insights oder spezialisierten APM-Werkzeugen |
| Outside-In-Monitoring (später Global Service Monitor) | Eingestellt; Nachfolger sind Verfügbarkeitstests in Application Insights |
| Wiederkehrende Wartungsfenster | Kamen mit SCOM 2016 als geplanter Wartungsmodus |
Die Lehre
Ankündigungen zeigen die Richtung, nicht das Ergebnis. Für Investitionsentscheidungen zählt, was in der ausgelieferten Version tatsächlich enthalten ist – und wie es sich in Ihrer Umgebung bewährt. Kundenfeedback zahlt sich manchmal erst Jahre später aus, wie der geplante Wartungsmodus zeigt.
Heute
Netzwerküberwachung, Ressourcenpools und geplante Wartungsfenster sind in Operations Manager 2019, 2022 und 2025 verfügbar. Für Anwendungs- und Verfügbarkeitsüberwachung aus Benutzersicht empfiehlt Microsoft heute Azure Monitor und Application Insights.